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Entfernungsmessung mit der Strichplatte des Steiner Fero D12 8×30 Fernglases mit Porroprismensystem.

Das Fernglas mit der Bezeichnung Fero (Fernoptik) D12 besitzt auf der rechten Seite eine Strichplatte mit derer das Einschätzen von Entfernungen bei Tage möglich ist. Bei Dämmerung sollte die Strichplatte noch ausreichend gesehen werden können. Im Freizeit Bereich sind Ferngläser seltener mit Strichplatten ausgestattet. Fündig wird man meist bei Ferngläsern aus dem Nautik- und Behördenbereich. Heutzutage wird die Strichplatte immer mehr von elektronischen Entfernungsmessern abgelöst die dem Benutzer genauere Entfernungen auf Knopfdruck einblenden. Der Trend geht zu elektronischen Entfernungsmessern die in eine Fernoptik integriert werden. Diese elektronische Messeinrichtung benötigt eine Stromquelle (Batterie), so dass diese Funktion bei einer entladenen Batterie nicht zur Verfügung steht wenn kein Ersatz mitgeführt wird.  

Voraussetzung für eine Entfernungsmessung mit einer Strichplatte ist, dass die Breite des Objektes bekannt ist. Nehmen wir an, dass ein durch das Fernglas beobachtetes Wildschwein 1 m breit ist. Das 1 m breite Wildschwein wird auf der Strichplatte zwischen 2 senkrechten Strichen gesehen (zwischen dem Mittelstrich und dem 10er Strich) Der Abstand zwischen zwei langen senkrechten Strichen beträgt 10 Strich. Mit Hilfe einer Formel lässt sich dann die Entfernung zum Wildschwein bestimmen. 

Entfernung = die Breite des Wildschweins in Meter * 1000 / Strichzahl

Für unser Beispiel befindet sich das Wildschwein also 100 m von uns Entfernt. Entfernung = 1 m * 1000 / 10 Strich 

Strichplatte im Fernglas

Entfernung = 100 m

Das abgebildete Dach ist Näherungsweise 6 m breit. Die Strichplatte zeigt mindestens 80 Strich an. So ergibt sich eine Entfernung von ca. 75 m.